3 Fragen an... Kultur

Wenn Ideen zu Filmbildern werden

Das Projekt “M-A-C-H-T” ist Anne Berrinis Debüt-Theaterstück. Was als Theaterstück geplant war, musste coronabedingt als Film umfunktioniert werden. Wie es zu diesem Crossmedia-Clou kam, welchen Blick sie auf das Theater hat, erzählte sie im 3 Fragen Interview. Hier ein Vorgeschmack vorweg!

Wenn Theater die Grundlage für Filmideen bietet.

Die Filmemacherin und Regisseurin Anne Berrini hat ihre Wurzeln im Theater. Aufgewachsen in einer Theaterfamilie in Dessau, die ihr frühe Kontakte zum Bauhaus und Theater bescherten.

Ihre ersten Erfahrungen in der Film- und Fernsehbranche begann sie zunächst als Editorin im TV-Geschäft. Neben einem Lehrauftrag an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg startete sie 1994 ihre filmische Laufbahn als als Regisseurin, Autorin und Produzentin und war auch weiterhin als Editorin tätig.

Frau Berrini, wie kamen Sie auf die Idee zum Crossmedia-Projekt „M-A-C-H-T“?

Anne Berrini: “Die Pandemie war schuld. 2019 hatte ich begonnen, ein Theaterprojekt zu entwickeln. Es setzte sich mit einer Staatspräsidentin auseinander, die nur noch wenige Monate zu regieren hat und sich eines Abends ihrem Leibwächter anvertraut.

Die Stückvorlage hatte ich dann Anfang 2020 fertiggestellt und mit den Theaterproben begonnen. Noch vor der Uraufführung brach die Corona Pandemie aus, wie alle Theater wurde auch unser Probenraum geschlossen.

Was dann folgte, waren schwierige Monate für die Kulturszene, erst recht für Veranstaltungen vor Publikum. Ich plante einen Neustart der Produktion für den Herbst/Winter 2020. Doch wieder schlossen die Theater Ende des Jahres.

Im Januar 2021 kam ich ins Grübeln. Ich wusste, dass Filmarbeiten unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen weiterhin möglich waren und ich wollte mein Projekt „M-A-C-H-T“ unbedingt realisieren. Also entschloss ich mich, mein Theaterstück zu einem Drehbuch umzuarbeiten.

Da ich ursprünglich vom Film komme, wollte ich es allerdings keinesfalls nur „abfilmen“ wie eine konventionelle Theateraufzeichnung. Auf der anderen Seite wollte ich meine Geschichte aber auch nicht in eine realistische Originalkulisse außerhalb des Theaters verpflanzen.

So kam es zum Versuch eines Theaterspielfilms, wie es schon Louis Malle mit „Vanya on 42nd Street“ oder Lars von Trier mit „Dogville“ vorgemacht haben.”

Titelbild: ©Susanne Hartung

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