Allgemein Forschung

Interview mit Prof. Dr. Sauer zu Energieeffizienz.

Der politischen Entwicklung in Europa führen aktuell dazu, dass die Energiekosten in Deutschland unaufhaltsam steigen. Für manche Branchen wird es erstmals – getrieben durch die derzeitige Energiekrise – unwirtschaftlich zu produzieren.

Bereits seit 10 Jahren besteht das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) an der Universität Stuttgart, dass durch eine Förderung der Karl Schlecht Stiftung und der Heinz und Heide Dürr Stiftung gegründet wurde.

In einem Interview mit Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Alexander Sauer spricht die Karl Schlecht Stiftung über die Bedeutung der Energieeffizienz in der Produktion, die in nahezu allen Wirtschaftszweigen aktuell eine sehr wichtige Rolle spielt.

Welche Auswirkungen Deutschland tragen wird, lesen Sie schon hier auf unserem Blog!

„Die Energiewende besteht nicht nur aus einer Säule – den erneuerbaren Energien. Die zweite wichtige Säule ist die Energieeffizienz. Gerade in Zeiten wo es wichtig ist, sich von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen.“

Heinz Dürr

Jetzt auf Energieeffizienz setzen!

Herr Prof. Dr. Sauer erklären Sie doch mal: Wie wirkt sich die Energiekrise, angesichts der politischen Entwicklung in Europa, für Deutschland langfristig aus?

Deutschland wird mit langfristigen Folgen rechnen müssen, denn Versäumnisse der letzten Jahre werden jetzt sehr deutlich sichtbar. Wie wir auch bei Fukushima gesehen haben sind es einzelne Ereignisse mit spürbarer Tragweite, die die Politik dazu bewegen konzertierte Schritte zu ergreifen die auch von der Gesellschaft mitgetragen werden und eine Atmosphäre des Wandels ermöglichen.

Aufwind für erneuerbare Energien.

Der stockende Ausbau erneuerbarer Energien wird spürbar an Fahrt gewinnen und auch der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur um die Gasabhängigkeit der Industrie zu reduzieren wird deutlich schneller vorangehen. Ob schnell genug ist eine andere Frage.

Sinkender Energieverbrauch, Eigenerzeugung & Energieeffizienz als Säulen Unabhängiger Energieversorgung.

Für Unternehmen wird es auch auf anderer Ebene nachhaltige Veränderungen geben – nicht nur beim Aufbau widerstandsfähiger Lieferketten, sondern auch bei der Absicherung gegen Preis- und Verfügbarkeitsschocks generell. Infolgedessen steigt die Bedeutung einer reduzierten Abhängigkeit von außen:

Energieverbrauch runter, Eigenerzeugung, Material-/Energieeffizienz rauf und auch ein erhöhter Recyclinganteil zum Gewinnen sekundärer Rohstoffe. In Summe: es ist jetzt und in naher Zukunft aus verschiedenen Gründen attraktiv zu defossilisieren. Gleichwohl werden wir uns vermutlich langfristig höheren Faktorkosten gegenübersehen – auch in Bezug auf die Energie.

Hier lesen Sie mehr dazu:

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