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Premierenstart ins Jahr 2022

So kann das neue Jahr doch starten. Für den März plant das theaterforum kreuzberg gleich zwei neue Stücke. Ein Premierenstart der Superlative! Dabei setzt die Regisseurin Anemone Poland auf ein Wechselspiel zwischen Realität und Fiktion. Die eigene Vorstellungskraft und sich selbst die Frage: “Was wäre wenn..?” zu stellen, sollen die Zuschauer*innen zum Nachdenken anregen und an die eigene Widerstandsfähigkeit appellieren.

Zwischen Wirklichkeit und Erscheinung: Die Riesen vom Berge von Luigi Pirandello.

Auf der Suche nach einem Theater trifft eine armeselige Schauspieltruppe auf die Pechvögel, eine Gruppe von gescheiterten Existenzen. Nach anfänglichen Verwirrungen, wächst ein gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz für einander.

Aus der Realität hinein in die Fantasie.

Die Pechvögel ist eine Gruppe voller Magie und Spuk. Es herrscht Uneinigkeit und Skepsis unter der Schauspieltruppe. Sind die Pechvögel wirklich das Hilfsmittel zum Durchbruch? Eine Theateraufführung vor den Riesen soll stattfinden und Zweifel aus der Welt schaffen.

Dennoch fehlen den Riesen der Kunstsinn und sind für ihre Härte bekannt. Wer sind die Riesen? Ein Heer von Technokraten, Anführer einer digitalisierten Welt, Entwickler von künstlicher Intelligenz oder nur ein unsichtbares Virus?

In seinem letzten Stück beschreibt Pirandello Theaterleute, die sich nicht unterkriegen lassen. So wie heute. Ein Stück, das Mut mach und überzeugt: Theater wird es immer geben.

Die Premiere ist am 04. März um 20 Uhr.

Macht, Einfluss und Manipulation: Luther, der Kardinal und die Daten von Hans Eike von Oppeln-Bronikowski.

Wie würde ein Mensch, vom Schlage eines Martin Luther, heutzutage versuchen gesellschaftliche Missstände aufzudecken? Würde er seine Thesen im Internet posten und danach als Whistleblower verfolgt?

Den Verlauf der Geschichte von Martin Luther und seine Auflehnung gegen den Ablasshandel sind bekannt.

Mithilfe dieser historischen Vorbilder inszeniert der Autor eine gegenwärtiges Äquivalent. Dabei stehen Persönlichkeiten im Blick, die über die Nutzung menschlicher Daten, die Entwicklung alternativer Intelligenzen, die Macht von „Internetkirchen“, über den Einfluss Gottes und den Sinn menschlichen Lebens verhandeln.

Erkenntniswillen und ein kraftvolles Handeln, wie ein Martin Luther.

Hierzu verwebt er den Thesenanschlag in Wittenberg mit der Selbstermächtigung der Internetgiganten, über alle Daten zu verfügen und ein Netz zu spinnen, welches ausschließlich nach deren Regeln besteht.

Die Premiere ist am 23. März um 20 Uhr.

Wir freuen uns auf zwei gelungene Theaterabende!

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