Kultur

3 Fragen an… Ulrich Khuon!

© Foto: Klaus Dyba

Ulrich Khuon ist Intendant am Deutschen Theater in Berlin. Mit ihm kamen die Autorentheatertage nach Berlin. Und wir haben mit diesem Programm begonnen, Theaterautor*innen zu fördern. Ziel ist, dass neue Theaterstücke entstehen, im Austausch mit dem Theaterbetrieb ihren Weg auf die Bühne finden und in den Spielplan aufgenommen werden. Wir freuen uns, dass wir Ulrich Khuon für die Beantwortung unserer 3 Fragen gewinnen konnten…

1. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Autorentheatertage in 2015 neu auszurichten und warum?

Ulrich Khuon: Die Situation der Autorinnen und Autoren an unseren Bühnen hat sich verändert. Das Interesse und die Zusammenarbeit mit Ihnen ist kontinuierlich gewachsen. Vor wenigen Jahren noch war es für Autorinnen reizvoll, dass ihre Stücke bei den Autorentheatertagen während der „Langen Nacht der Autorinnen“ in zwei Wochen geprobten Werkstattinszenierungen einmalig vorgestellt wurden. Diese Nächte waren ein aufregendes und packendes Ereignis. Heute steht die Erprobung durch eine veritable Uraufführung im Vordergrund. Der Vorteil: die uraufgeführten Stücke werden an den beteiligten Bühnen weitergespielt. Die Bemühung erscheint nachhaltiger. Der Nachteil: es fehlt die wilde, risikoreiche, spielerische Erstbegegnung mit kurzem Anlauf.

2. Zunehmend spielt die Performance im Theater eine wichtigere Rolle als das gesprochene Wort. Wie finden Sie das?

Ulrich Khuon: Noch nie wurden auf unseren Bühnen so viele theatrale Ansätze gleichzeitig und gleichberechtigt verfolgt und umgesetzt wie heute. Dagegen ist nichts zu sagen. Im Gegenteil. Die Vielfalt der Ansätze entspricht der Vielfalt der Frage- und Problemstellungen. Ich persönlich mag es nach wie vor sehr, wenn sich die Schauspieler*innen und die Regie mit fremden, geformten Texten und Stücken auseinandersetzen, selbst wenn sie sich daran reiben, die Texte als Widerstand begreifen.

3. Was war das erste Theaterstück, das Sie gesehen haben, und wie alt waren Sie da?

Ulrich Khuon: Es war das „Kalte Herz“ am Staatstheater Stuttgart. Ich war sechs und habe mich gleich unsterblich in die Prinzessin, gespielt von Liselotte Rau, verliebt.

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