01 Bundesweit

Stadtteilmütter: Büro am Fenster!

Unsere bundesweite Projektleiterin Barbara Kühnel und Susanne Gebert, Koordinatorin und Fachberaterin für die Region Ost haben Berichte der Stadtteilmütter aus Kreuzberg-Friedrichshain und Hannover zusammengestellt. Jana Hunold, zuständig für Kreuzberg- Friedrichshain, und Sabrina Ennen aus Hannover berichten zur Arbeit der Stadtteilmütter in Zeiten von Corona …

Kreuzberg- Friedrichshain

„Hier sind die Stadtteilmütter im Familienzentrum tätig. Sie bereiten Basteltüten, Ausleihpakete mit Spielzeug und Bilderbüchern für die Familien vor. Das Ausliefern der Päckchen wird dann für kurze Gespräche mit den Familien genutzt. Es wird beraten, informiert und beruhigt. Einige Stadtteilmütter gehen mit Müttern spazieren, hier wird deutlich, dass besonders Alleinerziehende jetzt Trost und Zuspruch benötigen.

Darüber hinaus haben jetzt alle Zeit, um sich mit bestimmten fachlichen Themen auseinander zu setzen, um später kleine Infoveranstaltungen durchführen zu können. Und auch überaus wichtig, Stadtteilmütter helfen beim homeschooling, damit erleichtern sie den Müttern eine immens schwere Aufgabe. Es gibt also viel zu tun und unsere Stadtteilmütter sind auch in Coronazeiten unterwegs „Mit Rotem Schal“.“

Hannover

„Ein Outdoor-Büro bei Sonnenschein ist eine angenehme Sache. Ich war mit einer unserer Stadtteilmütter gerade auf unserer Runde zu den Familien, von denen wir noch Unterschriften wegen einiger Fotos für einen Flyer für das Familienzentrum brauchten. Da trafen wir auf der Straße vor ihrer Wohnung eine Mutter. Sie hatte viele Fragen, wegen verschiedener Formulare etc. Da haben wir kurzerhand das Büro draußen eröffnet. Ihr Sohn saß am geöffneten Fenster im Erdgeschoss und hat die abgearbeiteten Briefe weggelegt oder direkt in den Müll geschmissen. Afin die Stadtteilmutter hat übersetzt. So geht´s also auch.

Alle Familien haben sich über die Besuche gefreut. So viele Familien (Eltern und Kinder), die wir in Schlafanzug (nach 10 Uhr), mit Handtuch auf dem Kopf oder ohne Kopftuch gesehen haben. Diese Eindrücke hätte es ohne Corona nicht gegeben:-). Wir versuchen Kontakte über Haustürbesuche, Telefonate und WhatsApp (über die Stadtteilmutter) zu halten. Ab und zu gibt es Briefe an die Kinder.

Wenn ich eine Familie treffe, lade ich sie ein zu einem Besuch/ Gespräch am Gartenzaun oder vor der Haustür des Familienzentrums.“