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Lernen mit Unit Blocks

Susanne Gebert, Koordinatorin Ost der Heinz und Heide Dürr Stiftung

Im Jahr 2017 startete der Pilot, für Erzieher*innen aus EE-Einrichtungen zum Thema: “Lernmöglichkeiten für Kinder durch das Spiel mit Unit Blocks“ konzipiert von Barbara Kühnel, Bildungsreferentin, Projektleiterin für Early Excellence und gefördert durch die Heinz und Heide Dürr Stiftung in Berlin.

Es folgten zwei weitere in Berlin und Frankfurt 2018, sowie in Hannover 2019. Friedrich Fröbel hat 1840 mit der Gründung des ersten Kindergartens mit einem fundierten pädagogischen Konzept, den Grundstein für selbsttätiges, förderndes und bildendes Lernen im Kindergarten gelegt. Er hat schon früh den Wert des Bauens und Konstruierens mit Bausteinen erkannt und damals mit den selbstentwickelten Fröbelgaben umgesetzt.

Im Early Excellence-Ansatz geben die Pädagog*innen den Kindern die Möglichkeit selbstständig Entdeckungen und Erfahrungen im selbsttätigen Spiel zu machen. Dafür werden den Kindern gut ausgestattete Räume und unterschiedlichstes Material  zur Verfügung gestellt.

Einen besonderen Wert legt der Early Excellence-Ansatz auf den Bauraum und das Bauen mit den Unit Blocks. Eröffnen sie doch für Kinder beim Bauen ein breites Spektrum an Lernmöglichkeiten.

Bilder: Heinz & Heide Dürr Stiftung

Alle Bildungsbereiche der unterschiedlichen Bildungspläne der einzelnen Bundesländer werden beim Spiel mit den Unit Blocks angesprochen. Insbesondere natürlich der Bereich MINT. Durch die einzigartigen Formen und dasselbe Grundmaß, auf dem alle Steine beruhen, ermöglichen sie den Kindern Erfahrungen im Bereich der Statik, der Genauigkeit und der Bezeichnung der verschiedenen Formen. Sie erfahren Zusammenhänge von Größen, Flächen, Raum und Verbindungen. Erkenntnisse über Stabilität und Schwerkraft werden erworben und eingesetzt. Die Kinder erproben sich beim Abmessen, Schätzen, Teilen, Planen und Entwerfen. Sie erlangen die Fähigkeit über Zusammenhänge nachzudenken und zu forschen, das bietet die Grundlage für wissenschaftliches Arbeiten. Aber auch in den anderen Bildungsbereichen werden vielfältige Erfahrungen gemacht, z.B.: teilen lernen, Absprachen treffen, Spielvereinbarungen ausmachen (soziales und kulturelles Leben). Viele Kinder sprechen die ganze Zeit beim Bauen, teilen den Anderen ihre Sichtweisen und Erfahrungen mit, summen oder singen (Kommunikation und Sprache). Aber auch im Bereich Gesundheit und Bewegung fördert das Spiel mit den Unit Blocks. Grob- und Feinmotorik werden geschult, Kinder balancieren, gehen auf Zehenspitzen, klettern auf Hilfsmittel, wie Kisten, Stühle oder Leitern. Im Spiel mit den Unit Blocks können die Kinder alles sein und gestalten, die Welt der Erwachsenen nachbauen, aber auch ihre eigene Welt erschaffen.

In den eintägigen Workshops, durchgeführt von Susanne Gebert, Fachberaterin und Koordinatorin der Heinz und Heide Dürr Stiftung, setzen sich jeweils zwei  Pädagog*innen aus einer Early Excellence Einrichtung, mit den Lernerfahrungen der Kinder und den Unterstützungsmöglichkeiten durch die pädagogischen Fachkräfte auseinander. Besonders intensiv und mit viel Spaß durch die Möglichkeit des eigenen Bauens und Konstruieren mit den Unit Blocks während der Fortbildung. Aber auch durch die Auseinandersetzung mit dem Bildungsverständnis und der Beobachtung und Dokumentation des kindlichen Spiels mit Bausteinen.

Nach der erfolgreichen Teilnahme können sich die Einrichtungen um die Anschaffung der Bausteine durch die Heinz und Heide Dürr Stiftung bewerben. Es werden jeweils zwei Bausätze finanziert.

Bisher konnten sich 13 Einrichtungen in Berlin, Braunschweig, Hannover, Esslingen und Frankfurt über die Unit Blocks freuen. Die Mitarbeiter der Heinz und Heide Dürr Stiftung übergeben die Blocks mit einer kleinen Zeremonie jeweils persönlich.

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