Das Recht auf Gesundheit muss in einer humanen, guten Gesellschaft jeder haben.
Horst Köhler

Nachwuchs in der Forschung
Seit 2026 ist die Heinz und Heide Dürr Stiftung fördernder Partner beim „Clinician Scientists for Rare“-Programm, dem Nachwuchsförderprogramm der Alliance4Rare mit dem Schwerpunkt neurogenetische Erkrankungen im Forschungsfeld der Molekularbiologie.
Die Initiative „Alliance4Rare“ der Eva Luise und Horst Köhler Stiftung vernetzt forschungsstarke Universitätskinderkliniken mit fördernden Partner*innen. Gemeinsam wird auf diese Weise die Entwicklung innovativer Therapieansätze für seltene Erkrankungen bei schwerkranken Kindern und Jugendlichen unterstützt. Denn jedes Jahr sterben in Deutschland mindestens 1.500 Kinder und Jugendliche an seltenen Krankheiten.
Mit dieser jungen und vielversprechenden Zusammenarbeit geht die Heinz und Heide Dürr Stiftung einen wichtigen Schritt, um dem Nachwuchsmangel in der pädiatrischen Forschung entgegenzutreten. Bereits in Zusammenarbeit mit der NCL-Stiftung, die sich für eine Zukunft ohne Kinderdemenz einsetzt, fördert die Heinz und Heide Dürr Stiftung wissenschaftlichen Nachwuchs, durch die Förderung von Doktorandinnen und ihre Forschungsprojekte in den Jahren 2018 und 2024.
Neben privaten und gemeinnützigen Förderinitiativen wie Mäzene oder Stiftungen es sind, unterstützen auch Bund und Länder ausgewählte universitäre Forschungsstandorte in Deutschland. Während bei den Stiftungen wie der Eva Luise und Horst Köhler Stiftung ebenso wie bei der NCL-Stiftung humanitäre Motive im Vordergrund stehen, liegt der Antrieb von Bund und Ländern u. a. in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Forschung an deutschen Universitäten.
Im Jahr 2016 beschlossen die Regierungen von Bund und Ländern die Exzellenzstrategie (ExStra) als gemeinsames Förderprogramm mit unbegrenzter Laufzeit. Die Universitäten können dabei ihre Forschungsfelder und Profilbereiche frei wählen. Mit der Exzellenzstrategie werden derzeit jährlich 533 Millionen Euro für die Förderung ausgewählter Exzellenzcluster und Exzellenzuniversitäten bereitgestellt. Ab 2026 wird das Gesamtbudget auf 687 Millionen Euro pro Jahr erhöht. Ein Vorläufer dieses Programms war die Exzellenzinitiative, die von 2005 bis 2017 lief und auch für andere Länder ein Vorbild darstellte, eigene Exzellenzprogramme zu etablieren.
Das zentrale Ziel der Exzellenzstrategie besteht insbesondere darin, Forschungsexzellenz in international wettbewerbsfähigen Bereichen zu fördern und deutsche Universitäten institutionell zu stärken. Im Juli 2025 wurde bekannt gegeben, dass 70 Exzellenzcluster von 43 Universitäten ab Januar 2026 für sieben Jahre über das von Bund und Ländern finanzierte Programm gefördert werden. Die stellvertretende GWK-Vorsitzende und Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, betonte die durchgängig hohe Qualität aller Anträge.
Neben der Vorbildfunktion dieses Programms wird aber auch die Kritik laut, dass insbesondere die ohnehin sehr forschungsstarken Hochschulen profitieren würden, während kleine Standorte und Fächer es schwieriger hätten.
Da aber auch kleinere Standorte und unbekanntere Themenfelder auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind und Forschung finanz- und laufzeitintensiv ist, konzentriert sich die Heinz und Heide Dürr Stiftung hier auf die Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen, die verwandte oder gleiche Förderschwerpunkte haben. Die Stiftung fördert insbesondere Forschungsprojekte mit dem Schwerpunkt neurologische und vererbbare Erkrankungen im Bereich der Molekularbiologie und Genetik. Ziel ist es, seltene Erkrankungen und mögliche Therapieansätze zu erforschen und der Allgemeinheit zugänglich zu machen.
Mit der Eva und Luise Köhler Stiftung ist eine neue Partnerschaft entstanden, die ebenso auf Langfristigkeit ausgerichtet ist wie die mit der NCL-Stiftung.





