29. September 2026 Bildung Impulsgespräche

Early Excellence-Cosmos: Heike Jordan

Heike Jordan hat in zwei Häusern den Early Excellence-Ansatz zum Leben erweckt und die Häuser sehr erfolgreich danach ausgerichtet. Wir sind froh, dass sie uns auch über ihren Ruhestand hinaus als freie Referentin erhalten bleibt.

Anna-Christina Rau & Sasha Saumweber, Koordinator*innen der Heinz und Heide Dürr Stiftung

Im Early Excellence-Cosmos werden die Pionier*innen vorgestellt, die den Early Excellence-Ansatz im Laufe ihrer Wirkungszeit ganz besonders geprägt haben.

HHD Stiftung: Wann hat Ihre Wirkungszeit bei Early Excellence begonnen?

Heike Jordan: Im Jahr 2011 habe ich den Early Excellence-Ansatz durch Sasha Saumweber kennengelernt und er hat mich gleich begeistert. 2012 habe ich die Berater*innen-Ausbildung in Stuttgart abgeschlossen.

HHD Stiftung: Welche Funktion haben bzw. hatten Sie?

Heike Jordan: Seit 2001 war ich immer als Leitung angestellt und habe dabei unter drei verschiedenen Trägern gearbeitet. In den letzten neun Jahren habe ich eine achtgruppige Ganztageseinrichtung in Leonberg geleitet.

HHD Stiftung: In welcher Region sind/waren Sie tätig?

Heike Jordan: Ich war in Baden-Württemberg im Raum Böblingen und Leonberg tätig.

HHD Stiftung: Wie lange waren Sie im pädagogischen Bereich tätig?

Heike Jordan: Nach einem Ingenieurstudium in Aachen und der Geburt meiner beiden Kinder habe ich 1992 in den pädagogischen Bereich gewechselt. Berufsbegleitend habe ich die Ausbildung zur pädagogischen Fachkraft und zur Heilpädagogin abgeschlossen. Neben meiner Leitungstätigkeit habe ich auch Elternkurse „Fit for Family“ gegeben, die das Landratsamt Böblingen angeboten hat, um die Erziehungskompetenzen der Eltern zu stärken. Seit Mai 2026 bin ich Altersteilzeit und begleite die Entwicklung von zwei Enkelkindern.

HHD Stiftung: Auf welche Achievements schauen Sie zurück?

Heike Jordan: Als Leitung konnte ich Early Excellence erfolgreich in zwei Häusern implementieren und qualitativ sichern. Zwei wesentliche Schwerpunkte sind für mich die ressourcenorientierte Haltung gegenüber Kindern und Teammitgliedern sowie Eltern als die Expert*innen ihrer Kinder anzusehen. Ich denke, dass ich es geschafft habe, einen besonderen Ort für Familien zu gestalten, in dem sie sich wohl fühlen. Eine Besonderheit war sicher, dass die interkulturellen Feste unserer Familien wertgeschätzt und jedes Jahr gemeinsam gefeiert wurden.

Gelungen ist mir auch die pädagogische Raumausgestaltung so auszurichten, dass die Selbstbildungsprozesse der Kinder unterstützt werden und auch das Team im Alltag entlastet wird.

Meine Begeisterung für den Early Excellence-Ansatz ist bis heute ungebrochen. Als Piloteinrichtung konnten wir mit unseren praktischen Erfahrungen einen Beitrag zur Publikation „Kinder verstehen und begleiten“ – Beobachtungsverfahren im Early Excellence-Ansatz leisten.

Vielen Dank für das Gespräch.

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