Heinz Dürr
Auf dem Gebiet der Wissenschaft konzentriert sich die Heinz und Heide Dürr Stiftung auf Projekte auf dem Gebiet der Humangenetik, der Molekularbiologie und der Energieeffizienz.
Um die Forschung auf dem Gebiet der Energieeffizienz voran zu treiben, hat die Heinz und Heide Dürr Stiftung zusammen mit der Karl-Schlecht-Stiftung Mittel für ein Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP bereit gestellt. Am 1. Oktober 2012 wurde das EEP in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA an der Universität Stuttgart gegründet. Es hat sich zur Aufgabe gesetzt, dem Thema eine größere Öffentlichkeit zu geben und damit einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland zu leisten. Die Energieeffizienz in der Produktion von Maschinen, Anlagen und Gütern muss massiv verbessert werden, denn die produzierende Industrie verbraucht in Deutschland ein Drittel der Gesamtenergie. Hier ist noch viel Forschung zu leisten.
Auf dem Gebiet der Humangenetik gilt das besondere Interesse der Stiftung der neurogenetischen Forschung. Insbesondere werden Vorhaben gefördert, die Krankheiten auf genetische Ursachen hin untersuchen. Derzeit wird eine internationale Forschungsgruppe aus Neurologen, Genetikern und Zellbiologen unterstützt, die spezifische Gene für die Entstehung der Parkinson-Krankheit, der Ataxie sowie der spastischen Paraplegie identifiziert hat. Die von den Forschern gewonnenen Erkenntnisse zu Krankheitsmechanismen sind sowohl für Kliniker als auch für Grundlagenwissenschaftler von großem Interesse und international anerkannt.
Darüber hinaus wird die Deutsche Tinnitus Stiftung bei einem molekularbiologischen Forschungsprojekt unterstützt, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss von emotionalem Stress auf die auditorischen Funktionen zu unterstützen. Emotionaler Stress führt zu einer Hypersensibilisierung der Schallwahrnehmung, die oftmals mit Tinnitus einher geht. Im Tiermodell konnte bei Stress nachgewiesen werden, dass sich neben der Schallempfindlichkeit auch die DNA- und Proteinzusammensetzung des Gewebes entlang der Höhrbahn verändert. Im Rahmen des Projekts soll bei Ratten mit verschiedenen genetischen Defekten der Einfluß von Stress auf die Schallempfindlichkeit überprüft werden.
Damit könnten verbesserte individuelle Therapieansätze für Patienten mit Tinnitus und Hyperacusis entwickelt werden. An Tinnitus leiden etwa 8 Millionen Menschen in Deutschland.
