„Alle Inhalte waren sehr interessant und bereichernd, insbesondere durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie dem Wechsel zwischen Vortrag und Interaktion. Ich fand die Themenbreite sehr gut, auch die Workshopelemente waren interaktiv und sehr interessant. Die Teilnehmenden waren sehr interdisziplinär, was die Diskussionen natürlich sehr spannend gemacht hat.“
Teilnehmerin

Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik: Frühjahrsakademie 2026
Ein Gastbeitrag von Tatjana Arnold, Koordinatorin Doktorandenkolleg am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik.
Vom 23. bis 25. März 2026 veranstaltete das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE) seine diesjährige Frühjahrsakademie in der Lutherstadt Wittenberg. Unter dem Leitthema „Digitale Souveränität und Ethik im globalen Wettbewerb“ kamen 19 Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen und aus ganz Deutschland zusammen, um sich intensiv mit den Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation auseinanderzusetzen.
Im Zentrum der Akademie stand die Frage, wie selbstbestimmtes Handeln im Zeitalter Künstlicher Intelligenz gelingen kann – auf individueller, unternehmerischer und gesellschaftlicher Ebene. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutierten die Teilnehmenden, wie sich digitale Souveränität, unternehmerische Verantwortung und ethische Orientierung im globalen Wettbewerb miteinander verbinden lassen. Das interdisziplinär ausgerichtete Programm eröffnete vielfältige Perspektiven: Es reichte von grundlegenden Überlegungen zur digitalen Souveränität und zur Rolle von Ethik über konkrete Herausforderungen verantwortungsvollen unternehmerischen Handelns bis hin zu rechtlichen Rahmenbedingungen und praxisnahen Einblicken aus Verwaltung und Wirtschaft. Ein besonderer Fokus lag zudem auf der Bedeutung von Open-Source-Ansätzen als Beitrag zur Stärkung digitaler Unabhängigkeit.
Zu den Referierenden zählten renommierte Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichem Sektor. Neben der Boston Consulting Group hatten wir Expert*innen des Weizenbaum Insituts, von der Open Source Business Alliance, dataport und der Universität Innsbruck sowie der HHL Leipzig Graduate School of Management vor Ort. In interaktiven Formaten – darunter Impulsvorträgen, Gruppenarbeiten sowie eine simulierter Multi-Stakeholder-Verhandlung – wurden die komplexen Zusammenhänge digitaler Souveränität anschaulich vermittelt und erfahrbar gemacht.
Neben dem fachlichen Austausch bot die Akademie auch Raum für Vernetzung und persönlichen Dialog. Eine Stadtführung durch die historische Altstadt Wittenbergs sowie gemeinsame Mittag- und Abendessen förderten den informellen Austausch und stärkten die Gemeinschaft unter den Teilnehmenden.
Die Heinz und Heide Dürr Stiftung fördert die „Wittenberger Frühjahrsakademie“ seit 2017. Mit diesem innovativen Konzept setzt das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik die zwanzigjährige Tradition der „DNWE-Herbstakademie“ des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik fort.





