Forschungsprojekt „Early Excellence in Deutschland: Analyse der Anwendungspraxis der ressourcenorientierten Beobachtungs-systematik in Hannover und im Bundesvergleich“

Seit mehr als 20 Jahren fördert die Heinz und Heide Dürr Stiftung die Einführung des Early Excellence-Ansatzes in Kindertagesstätten und mittlerweile arbeiten deutschlandweit mehr als 500 Einrichtungen nach diesem Konzept. Einen zentralen Stellenwert in der alltäglichen pädagogischen Praxis der Einrichtungen nimmt die ressourcenorientierte Beobachtung ein, auf deren Grundlage die Themen und individuellen Stärken des Kindes erkannt und durch gezielte Angebote in ihrer Entwicklung unterstützt werden sollen.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Leibniz Universität Hannover (Dr. Michael Lichtblau, Magdalena Hartmann & Lisa Disep), der Landeshauptstadt Hannover (Andreas Schenk & Claudia Possekel) und der Heinz und Heide Dürr Stiftung wird die Umsetzung der ressourcenorientierten Beobachtungssystematik in verschiedenen Modellregionen nun näher in den Blick genommen.

In einer ersten Phase werden dazu in vier Familienzentren der Landeshauptstadt Hannover Hospitationen der einzelnen Verfahrensschritte vorgenommen und anschließend Interviews mit den Kindern, den Eltern, den pädagogischen Fachkräften und Leitungskräften der Einrichtungen durchgeführt.

In einer zweiten Phase erfolgen diese Erhebungen dann auch an ausgewählten Standorten in Berlin, Frankfurt und Stuttgart auf Bundesebene.

Die dritte und letzte Phase des Forschungsprozesses bezieht die Perspektiven der bundesweiten EE-Projektleitung, regionalen EE-Koordinator*innen und Fortbildungsleitungen mit ein und reflektiert mit ihnen die Ergebnisse der Erhebungsphasen in den Einrichtungen. Das Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Bestandsaufnahme von Perspektiven auf die aktuelle Anwendungspraxis des ressourcenorientierten Beobachtungsverfahrens des Early Excellence-Ansatzes im Bundesvergleich.

Auf Basis dieser Ergebnisse soll ein fachlicher Austausch über Gelingensbedingungen und Hemmnisse sowie Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Verfahrens und darauf bezogene Qualifizierungsangebote angeregt werden. Die Projektlaufzeit erstreckt sich bis Herbst 2021 und die Ergebnisse werden anschließend im Rahmen einer bundesweiten Fachtagung vorgestellt und ebenso über Veröffentlichungen der Fachdiskussion zugänglich gemacht. 

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